1Als ich dich kaum gesehn,Mußt es mein Herz gestehn,Ich könnt dir nimmermehrVorübergehn.Fällt nun der SternenscheinNachts in mein Kämmerlein,Lieg ich und schlafe nichtUnd denke dein.Ist doch die Seele meinSo ganz geworden dein,Zittert in deiner Hand,Tu ihr kein Leid!2Einen Brief soll ich schreibenMeinem Schatz in der Fern;Sie hat mich gebeten,Sie hätt's gar zu gern.Da lauf ich zum Krämer,Kauf Tint' und PapierUnd schneid mir ein' Feder,Und sitz nun dahier.Als wir noch mitsammenUns lustig gemacht,Da haben wir nimmerAns Schreiben gedacht.Was hilft mir nun FederUnd Tint' und Papier!Du weißt, die GedankenSind allzeit bei dir.
Sonntag, 10. März 2013
Im Volkston - Theodor Storm
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